Der Ritter

Geschichtlicher Hintergrund:Bild141Ausschnitt

Das Rittergeschlecht derer von June war nachweislich seit Mitte des 13. Jahrhunderts auf einer kleinen Burg im Dorfe Jühnde ansässig, die man sich seit 1333 mit den Herren von Boventen teilen musste. Jühnde liegt an der alten Heerstraße zwischen Hann. Münden und Göttingen, im Herzogtum Braunschweig,-Göttingen (heute das südliche Niedersachsen) nahe der Grenze zu den Landgrafschaften Hessen und Thüringen
und dem Eichsfeld, das sich damals im Besitz des Erzbistums Mainz befand.
Dadurch bedingt sah man die von June im steten Wechsel verschiedener Allianzen, mal im Gefolge des Herzogs, mal im Bündnis mit der Stadt Göttingen, mal als Ritter im Aufgebot der Hessen. Als solcher wurde Johann VII. (Hans) von June beschuldigt im Zuge einer Kriegshandlung dem Kloster Haydau die Viehherden fortgetrieben zu haben und wurde daraufhin 1385 vom Papst mit dem Kirchenbann belegt. Erst vier Jahre später konnte sich Hans vom Bann lösen. Später stand er in gutem Einvernehmen mit seinem Lehensherren Herzog Otto von Braunschweig und wurde zum herzoglichen Rat ernannt.

Motivation:

Das Mittelalter war nicht finster. Viele der Lichter, die in dieser Epoche entzündet wurden, leuchten heute noch immer. Das 14. Jahrhundert aber war eine schwere Zeit. Eine Hungersnöte, und in deutschen Landen herrschte Rivalitäten kleiner Fürsten und das Fehlen einer starken Zentralgewalt politisches Chaos, das sich in Fehden und Kriegen entlud. Das Rittertum war im Niedergang begriffen, klammerte sich jedoch um so hartnäckiger an alte Privilegien. Es war eine Zeit der Entwicklung und des Umbruchs und einen kleinen Teil dieser Ära möchten wir durch unsere Aktivitäten anschaulich und begreifbar machen. Wenn Sie uns sehen fragen Sie uns. Wir geben gerne Auskunft über Lebensumstände und Gegenstände des Zeitalters.